Warum wenden sich heute so viele Menschen mit ihren gesundheitlichen Problemen an Heilpraktiker?

Die Schulmedizin feiert von Jahr zu Jahr neue, große Erfolge. Moderne Diagnosetechnik, pharmazeutische Präparate und nicht zuletzt gentechnische Methoden haben unsere Lebenserwartung alleine im letzten Jahrhundert fast verdoppelt. Gerade in Notfällen und bei akuten Beschwerden sind Patienten bei Schulmedizinern bestens aufgehoben.

Dennoch stößt die Schulmedizin oftmals auch an Grenzen:

  • Die Schulmedizin ist auf die Grundversorgung der Bevölkerung ausgerichtet. Ihre Verfahren sind daher in der Regel standardisiert. Patienten, deren Beschwerden sich nicht auf klassischen Symptome zurückführen lassen, oder die an "unerklärlichen" immer wiederkehrenden Schmerzen leiden, fallen nicht selten durchs Raster.
     

  • Den klassischen Haus- und Fachärzten ist unter dem Druck eines vollen Wartezimmers ein oft allzu enger zeitlicher Rahmen bei Diagnose und Behandlung gesetzt.
     

  • Die diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten sind durch die Budgetierung bzw. Kontigentierung seitens der Krankenkassen beschränkt.
     

  • Die von der Schulmedizin praktizierte strenge Trennung von Körper und Geist wird von vielen Patienten als kalt und technisch empfunden.

Das Wohl des Patienten

hat oberste Priorität!

Alternative Heilmethoden wie Akupunktur, Homöopathie, TCM oder Osteopathie, sehen sich häufig der Kritik ausgesetzt, ihre Wirkweisen seien »nicht wissenschaftlich belegt«. Die Diskussion um wissenschaftliche Beweisbarkeit bzw. Nichtbeweisbarkeit wird nicht selten polemisch, oft geradezu erbittert geführt – sogar bis hin zum Bundesverfassungsgericht.
 

Das Bundesverfassungsgericht hat (in einem Urteil zu Bioresonanz und Homöopathie) zugunsten der Alternativmedizin entschieden. Entscheidend ist nicht die wissenschaftliche Erklärung, sondern die »Aussicht auf Heilung oder auf eine spürbare positive Einwirkung auf den Krankheitsverlauf«. Und das aus gutem Grund, denn was die Diskussion um Wissenschaftlichkeit oft verkennt:

Die Frage, ob Patienten, denen mit schulmedizinischen Methoden nicht geholfen werden konnte, mit alternativen Methoden geholfen werden kann, darf oder gar muss, ist keine wissenschaftliche, sondern eine ethische.

 

Oberste Priorität muss bei der Wahl der Behandlungsmethode letztlich immer das Wohl des Patienten haben.

(Mehr zur Rechtslage bzgl. Heilversprechen)

Ergänzung statt Widerspruch

Die Schulmedizin steht trotz ihrer Schwächen als Basis jeder Behandlung von Krankheit außer Zweifel. Solide schulmedizinische Kenntnisse und Fertigkeiten sind unverzichtbare Grundlage der Arbeit jedes seriösen Heilpraktikers. (siehe Berufsbild Heilpraktikerin)

 

Doch dort, wo die Schulmedizin an ihre Grenzen stößt, hat Alternativ- und Komplementärmedizin ihre Berechtigung.

 

Die sinnvolle Kombination moderner (schulmedizinischer) Labordiagnostik und komplementärer Diagnosemethoden (z.B. der Bioresonanz) ermöglicht und erleichtert mir die Suche nach den Ursachen, Zusammenhängen und Hintergründen oft sehr vielschichtiger Krankheitsbilder. Und nur die gründliche, individuelle Diagnose ermöglicht eine optimale individuelle Behandlung.

Evidenz - Kasusitik - Esoterik

Wichtig ist mir, dass der Blick auf die Heilmethoden niemals esoterisch wird, sondern stets sachlich kritisch bleibt.

Wissenschaftlich bewiesen - oder doch Fake-News?

Abends Essen macht dicker, der Schlaf vor Mitternacht ist der wertvollste, Schokolade macht Pickel, im Dunkeln Lesen verdirbt die Augen. All diese "Erkenntnisse" galten lange als "wissenschaftlich gesichert". Unsinn - wie wir heute wissen.

»Warum die meisten publizierten Forschungsergebnisse falsch sind«,

betitelte John Ioannidis, ein griechisch-amerikanischer Gesundheitswissenschaftler einen Artikel, den er im Jahr 2005 im renommierten medizinischen Fachjournal PLoS Medicine veröffentlichte. Ioannidis ist Professor an der Stanford University im Bereich der Meta-Forschung (Forschung über Forschung). Sein Artikel hat ihn berühmt gemacht,  zum "Papst der Forschungskritiker" und zum schlechten Gewissen der klinischen Wissenschaft.

 

Ioannidis bewies seinen Forscherkollegen mithilfe mathematischer Gleichungen, warum sie alleine schon aufgrund statistischer Fehlbewertungen unweigerlich zu falschen Ergebnisse kommen. Von den Zwängen und Versuchungen, denen Wissenschaftler durch Publikationsdruck, das Ringen um Drittmittel oder die "Einflussnahme" der Pharmaindustrie ausgesetzt sind, ganz zu schweigen.

Doch wie gehen wir mit dieser Erkenntnis um?

Wie unterscheide ich die richtigen Forschungsergebnisse von den falschen? Zum einen natürlich: immer am Ball bleiben, viel lesen, sich ständig auf dem Laufenden halten, kritisch sein, die Reputation der Forscher bzw. Institutionen hinterfragen. Wer teilt (neue) Erkenntnisse? Wer schließt sich ihnen an, wer hinterfragt sie? Und ja, auch "cui bono"? Wer profitiert gegebenfalls von ihnen?

Und zum anderen: Ich lege großen Wert auf persönlichen Kontakt. Ich besuche häufig Seminare und Fachtagungen, pflege regelmäßigen Austausch mit erfahrenen Ärzten und Heilpraktikern, bin Mitglied in Verbänden und vor allem in Gruppen und Fachkreisen, deren Mitglieder ich persönlich kenne und denen ich als Person vertraue. 

 
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